Waffen - DeutschlandSelbstladepistole Modell "Walther P38" Ab 1935 suchte das Heereswaffenamt (HWaA) nach einem Nachfolger für die P08, die Herstellungskosten für diese waren zu hoch. 1938 lagen die Matrialkosten bei 11,50RM, die gesamte Herstellung kostete gut 32RM. Im Vergleich: 5,60RM Materialkosten für die "Neue". Nicht nur Walther legte sein Modell vor , ebenso auch "Sauer u. Sohn", die "Berlin-Suhler Waffenfabrik" auch Mauser. Doch das HWaA entschied sich zugunsten Walthers, die Waffe wurde ab 1938 in die Armee eingeführt. Der Name P38 rührt vom Einführungsjahr 1938 her. Entwickelt in den Jahren 1935-37 ist sie auch offizieller Nachfolger der P08 im 2. Weltkrieg gewesen.
Doch die große geforderte Menge konnte Walther nicht allein herstellen, ab 1942 war auch Mauser, 1943 die "Spreewerke" (Code cyq) in Berlin mit der Herstellung beschäftigt. Ebenso auch von Deutschland besetzte Waffenfabriken, wie z.B. in Belgien "FN" oder "Böhmische Waffenfabrik" (Code fnh) und "Erste Nordböhmische Metallwarenfabrik" in der Tschechoslowakei, welche aber wiederum nur Teile (Magazine, Gehäuse) der P38 herstellte. Alle in dieser Zeit hergestellten P38 besaßen den bekannten Herstellercode. "byf" stand für Mauser, ab 1945 bekamen sie auch ein "SVW". Ziel diese Art von Codes war es, Produktionsabbildungen- und quellen zu verbergen. Am 20.04.1945 stürmten die Franzosen die Mauserfabrik, damit endete die Produktion für Deutschland. Kurze Zeit später nahm Mauser die Herstellung für Frankreich wieder auf, daher gibt es auch noch Herstellercodes wie "SVW46" da die Franzosen diesen Code beibehielten. In der ganzen Zeit änderte sich nicht viel an der P38, die Griffverkleidung waren bis Anfang 44 aus rotbraunem Bakelit, später aus schwarzem Kunstoff.
Maschinenpistole Modell "MP40" Der Grundgedanke einer MP liegt darin, bei eventullen Häuser- und Straßenkämpfen der Infanterie eine Waffe zu geben, die zwischen MGs und Gewehren die Lücke schließen sollte. Ihre
Manövrierfähigkeit und Feuerkraft sollte aber auch Panzereinheiten und Nachschubkolonnen ein zuverlässiges Kampfmittel verschaffen. So entschloss man sich zur Entwicklung einer MP, mit der auch neue konstruktive Maßstäbe gesetzt werden sollten: Man verzichtete auf das bis dahin für die Schäftung solcher Waffen übliche Material Holz, verwendete ausschließlich Metall und Kunstoff und entschied sich darüber hinaus für eine völlig neue Bauweise und Form. Der für die ERMA MPi und ihre Vorläufer typische Holzschaft wurde ebenso nicht mehr verwendet wie der perforierte Laufmantel. Diese Neuentwicklung, an der sich Konstrukteure zahlreicher Länder orientierten, war die erste Maschinenpistole der Welt ohne Holzteile und mit klappbarer Schulterstütze. Entwickler der MP38, wie die Fachliteratur oft falsch informiert, war nicht Hugo Schmeisser sondern der für die Erfurter Firma tätige Ingenieur Heinrich Vollmer. Im August 1938 legte ERMA beim Heereswaffenamt den Prototyp vor. Das HWaA nahm die Konstruktion als Ordonnanzwaffe an. Die Waffe wurde zum ersten Mal im spanischen Bürgerkrieg verwendet, wo auch einige Mängel festgestellt wurden. Das Modell wurde überarbeitet und 1940 als MP40 eingeführt. Aber ein Problem hatte die MP40 immer: Durch die Form der 9mm Parabellum Patrone konnte es zu oft zu Ladehemmungen kommen. Von der MP40 existierte ab 1942 auch eine Sonderkonstruktion, MP40/1 genannt. Anstatt des 32 Schuss Magazins besaß sie ein verändertes Gehäuse das zwei Magazine fassen konnte. Diese Entwicklung betrachte man als wichtig, weil die sowjetischen Maschinenpistolen vom Typ Schpagin mit ihrem 71 Schuss Trommelmagazin der deutschen MP40 deutlich überlegen war. Die Konstruktion der MP40/1 erwieß sich aber als unzuverlässig und wurde wie der bis 1943 entwickelte Schalldämpfer aufgegeben.
Mehrladegewehr Modell "Mauser Karabiner 98k"
Die von Paul Mauser im 1898 fertiggestellte Konstruktion des Gewehrs 98b war die Hauptwaffe des Kaiserlichen Heeres im Ersten Weltkrieg. Auch in der Zeit von 1918 bis 1933 wurde dieses Gewehr weiterentwickelt und ständig verbessert. Als 1933 Adolf Hitler die Macht ergriff und damit begann, das Miltär in seine alte Stärke zu bringen, war das Gewehr 98b Standartwaffe
der Wehrmacht. Die Miltärs forderten eine Überarbeitung des Modells, denn im Laufe der Zeit hatte es ich als zu unhandlich und zu schwer erwießen. Es wurde von den Mauser Werken über-
arbeitet. Abgesehen von wenigen verändeten Details, war der einzig nennenswerte Unterschied zwischen Karabiner und Gewehr die Länge. Gesamt- und Lauflänge der modifzierten Waffe sind um 140mm kürzer. Demnach sank die Gesamtlänge von 1250mm auf 1110mm.
Im Vergleich zum Gewehr hat sich die Masse des Karabiners 98k nicht wesentlich verändert. In seiner 1934 erstmals vorgestellten Version wog er 0.3kg bis 0.4kg weniger. Als aber ab 1939 für die Schäftung an Stelle von Nußbaum das billigere und leichter beschaffbare Buchenschichtholz verwendet werden musste, war er fast ebenso schwer. Der Karabiner ist zwar handlicher als das längere Gewehr, der Rückstoß ist aber stärker, das Mündungsfeuer auffälliger. Die ballistischen Werte beider Konstruktionen sind vergleichbar, wenn der Karabiner mit sS Patronen feuert. Die Scharfschützenausführung in MOHAA besitzt das Zielfernrohr 4 mit 2.5x vergrößernder Optik. Kurze Begriffsklärung: Karabiner 98k = Karabiner 98 kurz sS Patrone = schweres Spitzgschoss
Sturmgewehr Modell "Stgw44" oder "MP44"
1938 kam ein Aufrag vom Heereswaffenamt, ein automatisches Gewehr im Gewehrkaliber zu bauen. Die Firmen Walther und Haenel entwarfen den Anforderungen entsprechend folgende Modelle, den "Maschinenkarabiner 42 (W)" und "Maschinenkarabiner 42(H)". Das "W" steht für Walther und das "H" für Haenel. "Mkb" ist die Abkürzung für Maschinenkarabiner. Von Anfang an war Hitler gegen ein Gewehr mit neuer Patrone und untersagte diese Produktion. Doch es wurde in kleinen Mengen (ca. 11900 Stück) und unter Geheimhaltung Gewehre hergestellt und von Truppengetestet. Jedoch als Hitler von dieser Produktion erfuhr, stoppte er diese. Die Produktion ging allerdings bei der Firma Gustloff, unter einem Decknamen wie "Karabiner im Mauserkaliber ", weiter. Man benutzte das Haenel Modell, baute dort aber auch Walther Teile ein. Es gab einige Modelle im normalen Mauserkaliber, nur um Hitler diese zu zeigen. Das Mkb 43(G) im 7,92x33 wurde einfach MP43 genannt, mit der Hoffnung das Hitler diese Waffe als Maschinenpistole anerkennt. Doch auch diesmal stoppte er die Produktion. Gleichzeitig waren allerdings schon viele MP43 im Einsatz und die Waffe wurde ziemlich beliebt, auch weil nun nicht mehr die MG Unterstützung zwingend erforderlich war. Diese und andere gute Argumente brachten Hitler dazu seine Meinung gegenüber dem neuen Gewehr und der Patrone zu ändern.
Nach kleinen Änderungen wurde die MP44 von Hitler mit dem Namen "Sturmgewehr 44" (Stgw 44, Stg 44) in die Wehrmacht eingeführt. Man bat Hitler auch darum die Produktionspriotrität zu erhöhen. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurde insgesamt nur wenige Truppen mit dem Stgw 44 versorgt, allen voran Truppen der SS. Das Stgw war auf Massenproduktion ausgelegt, das Gehäuse bestand aus schnell gefertigten Blechen. Der Wahlhebel für Einzellfeuer und Dauerfeuer liegt auf der rechten Seite. Das Schiebevisier kann bis auf 800m eingestellt werden, das Korn ist mit einem Schutz versehen. Das gebogene 30 Schuß Magazin läßt sich per Knopf rechts am Magazinschacht lösen. Aufgrund des geringeren Gewichtes und Größe der Patronen, konnte der Schütze etwa 12 geladene Magazin mit sich tragen. Außerdem soll der Rückstoß auch im Feuerstoß ziemlich erträglich sein. Dafür ist die Patrone natürlich um einiges schwächer, aber für den Nahkampf völlig ausreichend, die effektive Reichweite bei Einzellfeuer liegt bei 600m. Das Stgw 44 kann sich als erste Waffe zur Gattung der Sturmgewehre zählen.
Leichtes Maschinengewehr Modell "MG42" Obwohl das MG 34 den Erwarungen des deutschen Heeres voll entsprach, waren die Herstellungskosten ernorm. Auf diesem Punkt war man schon 1937 aufmerksam geworden, eine Alternative wurde gesucht. Im Ergebnis dessen Entstand das MG 42 ausgehend vom MG34 über das MG 34/41 unter Berücksichtigung diverser Versuchswaffen, welche die Deutschen während ihrer Überfalls auf Polen in Jahre 1939 sammelten.
Hierbei handelt es sich nicht mehr um einen Rückstoßlader, bei dem die Treibgase der Explosion die leere Patronenhülse mitsamt Verschluß nach hinten schieben, vielmehr kommt hier ein zuschießender Mechanismus zum Einsatz, der durch zwei Rollen den Verschluß daran hindert, unmittelbar nach dem Abfeuern nach hinten zu laufen. Diese Rollen lassen den Verschluß erst verzögert nach hinten laufen, wenn der Gasdruck bereits auf sicheres Niveau abgesunken ist. Dieser Mechanismus stammte von dem polnischen Ingenieur Edward Steick, er wurde erbeutet und weiterentwickelt.
Im wesentliche beruht das Prinzip des MG 42 auf dem des MG 34. Es unterschied sich vor allem im Hinblick auf das Verschlußsystem. Lauf und Bolzen glitten auf geraden Wege (d.h. ohne irgendeine Drehung) zurück, wobei sie beide fest miteinander verbunden waren. Eine am hinteren Ende angeschraubte Laufverlängerung enthielt eine Vorrichtung mit zwei seitlichen Zapfen. Bewegt sich der Lauf nach vorn, schlug der Verschlußstift auf jeder Seite des Bolzen gegen den jeweiligen Zapfen der Laufverlängerung, wodurch Rollenverschlüße aus dem Bolzen in entsprechende Aussparungen in der Laufverlängerung gedrückt werden. Der Bolzen schloß mit dem hinteren Ende des Patronenlagers ab, wobei Bolzen und Lauf mittels eines ausgereiften mechanischen Systems fest miteinander Verriegelt wurden. In der Rückstoßphase bewegten sich Lauf und Bolzen zusammen, solange der hohe Gasdruck in Lauf anhielt. Am Ende der Rückstoßverbindung wurden die Stifte am Bolzenkopf durch die Zapfen der Laufverlängerung weggedrückt, wodurch die Rollenverschlüße zurückgezogen wurden, und die Verbindung zwischen Lauf und Bolzen wieder getrennt wurde. Ferner wurde ein Zuführarm für die Munition durch die Bewegung eines Bolzens in einem System betätigt, das den Metall-Patronengurt mit 50 Schuß zuverläßig und äußerst präzise in die Waffen einführte. Die Kadenz erreichte beachtliche Werte. Verbunden mit diesen Fortschritten waren jedoch zugleich jene technische Erneuerungen, welche die Produktion des MG 42 gegüber der des MG 34 einfacher und schneller und kostengünster werden ließen. Soweit wie möglich wurden Blechformteile eingesetzt (inbesondere das Schloß- und Laufgehäuse) um Produktionengpässe zu vermeiden und die Fertigung zu beschleunigen. Die benötigte Rohmaterialmenge sank von 49kg beim MG 34 auf 27,5kg. Eine Folge des einsetzen von Metallteilen war das eckige Aussehen der Waffe, das deren zweckmäßigen Charakter unterstrich. Wichtig war der ausgeklügelte Laufwechselmechanismuß, der in das Laufgehäuse eingebaut war. Solche Möglichkeiten waren von großer Bedeutung , angesichts der extrem hohen Kadenz und der damit enstehenden Hitze und folglichen Laufzerstörung.
Reaktive Panzerbüchse Modell "Raketenpanzerbüchse 54"
Deutschland benötigte vor 1941 keine wirklichen Panzerabwehrwaffen, die Zeit der Blitzkriege war
noch nicht vorbei. Nach dem Angriff auf die Sowjetunion und den darauf folgenden Kämpfen war
das Angriffskonzept von Panzerverbänden am russischen Widerstand endgültig gescheitert. Jetzt musste
der Aggressor sich selbst gegen massive Panzerangriffe zur Wehr setzen. Auch in Afrika zeichneten
sich solche Entwicklungen ab. Die deutsche Führung erhielt spätestens 1943 Kenntnis der amerikanischen
Bazooka, und sofort war man bestrebt ein gleichwertiges Kampfmittel zu entwickeln. Beträchtlich jedoch
war die Propaganda, die ihre Entwicklung und Übernahme in die strukturmäßige Ausrüstung begleitete. Dabei erfand man den Begriff der Wunderwaffen, mit denen das Regime den Glauben an die Möglichkeit eines Sieges zu erhalten hoffte. Sie bekamen zumeist von ihrer Bauweise, Form und Einsatzbestimmung
hergeleitete, sachlich jedoch nicht begründete Sonderbezeichnungen. Auf diese Weise sollten ihre
Kampfeigenschaften aufgewertet, sollte die Truppe zum Durchhalten und zu höhere Aktivität motiviert
werden.
Zur Bedienung der R.PzB. werden zwei Mann benötigt, einen Richt- und einen Ladeschützen. Der Ladeschütze führt die Grante von hinten in das Rohr ein und verbindet sie mit der elektrischen Abfeuerungseinrichtung. Das Abfeuern erfolgt mit Hilfe eines Stoßgenerators. Betätigt der Schütze den Abzug, wird ein magnetisierter Stahlstift freigegeben. Eine Feder stößt ihn in den Kern einer Spulenwicklung. Dabei entsteht ein Stromstoß. Er zündet den Treibsatz der Granate, der allerdings noch 2m bis 2.5 vor dem Rohr brennt. Von der R.Pzb. existierten zwei Ausführungen: Eine erste, Raketenwerfer 43 genannt, wurde 1943 eingeführt. Die Leistung dieser Waffe war enorm: Der Hohlladungs-Gefechtskopf konnte 180mm starken Panzerstahl durchschlagen. Obwohl die Einsatzschussweite mit maximal 700m Entfernung angegeben wurde, blieb sie gegen fahrende Ziele auf 230m begrenzt. Aufgrund des hohen Gewichts von 149kg wurde die Waffe meistens auf Fahrzeugen montiert. Die Waffe verschoß Granaten des Typs 4312 vom Kaliber 88mm und die Mündungsgeschwindigkeit betrug 130 Meter/ Sec. Als die neue reaktive Panzerbüchse 54 zur Verfügung stand, stoppte man die Produktion. Der Raketenwerfer 43 wurde auch im Landserjargon "Puppchen" genannt. Die Raketenpanzerbüchse 54, zunächst "Ofenrohr", in verbesserter Ausführung "Panzerschreck" genannt, wurde 1944 eingeführt. Sie wurden meist von Panzerzerstörungsgruppen eingesetzt, und zwar je drei Stück bei zwei zur Gruppe gehörenden Trupps. Die verbesserte Version besaß im Gegensatz zur normalen R.PzB. ein gewölbtes Schutzschild. Diese sollte die für den Schützen gefährlichen Flammen und Gase abhalten, bei denen er vorher eine Schutzmaske tragen musste. Bei beiden neuen Typen durchschlug das Geschoss auf 180m Entfernung 150mm bis 220mm dicken Panzerstahl. Die maximale Einsatzschussweite auf unbewegliche Ziele betrug 400m, auf bewegliche Ziele 100m Distanz. Kurze Begriffsklärung: R.PzB. = Raketenpanzerbüchse
Granate Modell "M24 Stielhandgranate"
Wie sie es mit jedem anderen Waffentyp taten, entwickelten die Deutschen im Laufe des Krieges verschiedene Granaten. Zwei Granattypen mit hochexplosiver Sprengwirkung: Die Stielhandgranate M24 und die kleinere, eier-förmige Eihandgranate 39.
Die Stielhandgranate war die bekanntere von beiden, schon im ersten Weltkrieg verwendet und im Laufe der Zeit immer weiter verbessert. Sie bestand aus einem dünnen, mit TNT gefüllten Metallblech, das auf einem Holzstiel befestigt war. Das Handling der Granate war viel besser als das der Eihandgranate, man konnte sie weiter werfen. Die Stielhandgranate wurde durch Abschrauben der metallenen Kappe am Ende des Holzstiels scharf gemacht. Nach dem Abschrauben hielt man ein Porzellanstück in der Hand an dem man ziehen konnte. Dadurch wurde ein Zündungsmechanismus ausgelöst wurde. Nach 4 - 5 Sekunden detonierte die Ladung.
Quellen: Kategorie ... MOH Allied Assault Weitere zugehörige Artikel · Infos· Systemanforderungen · Waffen - Übersicht |
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